Ausgesetzte Meerschweinchen in Molbergen (Landkreis Cloppenburg)

02.10.2011

Fundort im Maisfeld
Fundort im Maisfeld

Am Sonntag dem 02.10.2011 haben wir 7 Meerschweinchen aufgenommen die in Molbergen (Landkreis Cloppenburg) in einem Maisfeld ausgesetzt wurden.  Es handelt sich um ein Muttertier mit ihrem  Nachwuchs, sowie um ein verletztes männliches Meerschweinchen.


Aufmerksame Anwohner hatten das Meerschweinchen- Rudel am Rande des Maisfeldes in der "Platerei" entdeckt. Das dies keine Tiere sind, die in der freien Natur leben war ihnen sofort klar und sie fingen die Tiere ein.

Obwohl Meerschweinchen sehr schnelle Fluchttiere sind, gelang der Fang vermutlich auch nur, weil eines der Tiere nicht laufen konnt und die Mutter ihre Jungtiere nicht zurücklassen wollte.

 

Wir vermuten, dass die Tiere dort am Sonntagvormittag ausgesetzt wurden. Vielleicht hat jemand eine Beobachtung gemacht.

 

Vielleicht kennt auch jemand die beiden Elterntiere und kann uns den Halter nennen. Wir schätzen die Elterntiere auf ca. 6 Monate. Die Jungtiere sind maximal eine Woche alt.

 

Für Hinweise sind wir dankbar und werden sie auch direkt an die Polizie weiterleiten, da wir eine Anzeige wegen Verstoß gegen §3 Absatz 3 Tierschutzgesetz machen werden.

 

 

"Es ist verboten ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen"


§3 Absatz 3 Tierschutzgesetz.

 

Sowohl die Mutter als auch die Jungtiere stehen in ca. 2-3 Wochen zur Vermittlung. Bei dem Böckchen müssen wir erst abwarten, wie er sich entwickelt und erholt, bevor er kastriert und zur Vermittlung freigegeben wird.

 


 


Wer kennt diese Tiere und kann Angaben zur Herkunft machen:

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Gottfried am 03.10.2011
Gottfried am 03.10.2011

Gottfried ist schätzungsweise erst ein halbes Jahr alt und vermutlich der Vater der Jungtiere. Derzeit geht es ihm nicht gut. Er wurde heute von unserer Tierärztin untersucht. Eine Verletzung der Wirbelsäule scheint ausgeschlossen zu sein, da Reflexe in den Füßen vorhanden sind...obwohl er nicht läuft.

Gottfried
Gottfried

Wir hoffen, dass es sich nur um eine Prellung handelt und sich der kleine Mann nun bald erholt. Glücklicherweise frisst er selbstständig, wenn man ihm das Futter direkt vor der Nase anbietet.

Erna am 03.10.2011
Erna am 03.10.2011

Erna scheint auch - genau wie Gottfried- noch sehr jung zu sein. Glücklicherweise weist sie keinerlei Verletzungen auf und kann dementsprechend ihre Babys versorgen.

Erna
Erna

Erna kümmert sich liebevoll um ihren Nachwuchs und frisst sehr gut.

Die Jungtiere: 

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Notmeeri-Infos

16.05.2011

 

Aus gegebenem Anlass möchten wir die Besucher unserer Seite über folgendes informieren:

 

Im Mai 2010 haben wir aus einer Zuchtauflösung hier im Landkreis Cloppenburg- Gemeinde Molbergen- eine große Anzahl Lunkaryas in unsere Obhut genommen.

Der Ehemann der Züchterin versicherte uns am 13.06.2010 schriftlich dass die Zucht aufgelöst bleibt, nachdem seine Frau erneut versucht hatte Zuchttiere einzukaufen, was jedoch misslang. Es war das zweite mal innerhalb von 14 Monaten, dass von dieser Züchterin Tiere im Tierschutz gelandet sind.

 

Durch Hinweise erfuhren wir nun davon, dass diese Züchterin erneut einen Zuchtbestand aufgebaut und auch schon Verpaarungen gesetzt hat.

 

Natürlich haben wir sofort das Veterinäramt sowohl telefonisch, persönlich und auch schriftlich über diesen Vorfall informiert und um eine Stellungnahme gebeten, da sowohl die Zuchtauflösungen 2010 als auch 2009 dem Veterinäramt bekannt sind.

 

17.05.2011

 

Zu den heute erschienen Zeitungsartikeln möchten wir folgendes ergänzen.

 

  1. Wir haben beim hiesigen Veterinäramt nicht die derzeitigen Haltungsbedingungen der Züchterin bemängelt oder angezeigt. Überprüft werden sollte, ob eine erneute Zucht nach dieser Vorgeschichte vom Veterinäramt als bedenkenlos eingestuft wird. Ebenso war es nicht unser Anliegen zu überprüfen ob es sich um eine gewerbsmäßige und somit genehmigungspflichtige Zucht handelt. 
  2. Es ist richtig, dass uns der Ehemann damals eine Spende in Höhe von 100,-€ hat zukommen lassen und wir haben dafür im Gegenzug auf die Abgabegebühr von pro Tier 10,- Euro verzichtet . Wie bei  jedem anderen Tierschutzverein deckt die Abgabegebühr nur einen Bruchteil der Kosten, die bei einem Tier anfallen