Hobby- und Kleintiermarkt am 11.09.2010

Der heutige Kleintiermarkt zeigte- wie schon oft zuvor- die unterschiedlichsten Facetten des Verkaufs von Kleintieren.


Der Artikel vom 20.08.2010 in der Münsterländischen Tageszeitung führte u.a. dazu, dass sich der minderjährige "Verkäufer", um den es in jenem Artikel ging, sich vor unserem Stand aufbaut und uns mitteilte, dass er es eine Sauerei fand, dass wir mit dem Fall Egon an die Öffentlichkeit gegangen sind. Das wir aus Rücksicht- seinen Eltern gegenüber- seinen Namen nicht genannt haben, interessierte ihn nicht sonderlich.Am Ende motze er nur noch: "Ich hätte den ja auch an die Wand klatschen können!"

 


Ein andere Besucher kam an unseren Stand aufgrund des Artikels um zu erfahren, ob sich das hier zugetragen hat. Er war vollkommen entsetzt über die ganze Geschichte.


Wieder ein anderer Besucher, der regelmäßig auf dem Hobbymarkt ist, sich jedoch nie den Kleintiermarkt ansah, kam extra um zu sehen, ob sich nun etwas in Bezug auf die minderjährigen Verkäufer geändert habe nach dem Statement von Herrn Niemann in jenem Artikel.
Leider musste er, genau wie wir, feststellen, dass nach wie vor, minderjährige Verkäufer Kleintiere verkauften. Bei dem Rundgang der Mitarbeiter der Stadt Cloppenburg zwecks Standgebühr, wurden die Kinder lediglich darauf hingewiesen, dass sie nächstes Mal eine erwachsene Person dabei haben müssen.

 

Auch kann von einer gewünschten engeren Zusammenarbeit mit uns, leider keine Rede sein. Wir hatten eher das Gefühl "angenervt belächelt" zu werden wegen unserer Anwesenheit. Es wurde kein Wort mit uns gewechselt.
Die diensthabende Amtstierärztin vom Landkreis hingegen unterhielt sich eine ganze Zeit mit uns und sprach auch sehr eindringlich mit den minderjährigen Verkäufern! Weisungsbefugt ist jedoch die Stadt Cloppenburg und von deren Seite gab es keine Platzverweise!

Vollkommen in Ordnung....
Vollkommen in Ordnung....

 

 

 

...scheint so eine "Tierpräsentation" zu sein! Dieser Turm wurde nicht von Kindern erbaut, sondern von erwachsenen Verkäufern.  Das diese Tiere von 7 Uhr bis 13 Uhr kein Wasser und kein Futter zur Verfügung haben, scheint ebenfalls in Ordnung zu sein.

Etwas größer als ein Din A4 Blatt...
Etwas größer als ein Din A4 Blatt...

 

 

 

Dieses Zwergkaninchen saß 6 Stunden in dem winzigen Käfig. 

Um sich etwas zu strecken...
Um sich etwas zu strecken...

 

 

 

...schaffte es der Zwerg, den Deckel zu öffnen. 

Da der Stand über einen längeren Zeitraum ohne dazugehörige Verkäufer war gingen wir mehrmals dort hin um den Deckel zu schließen, da die ganze "Verkaufskonstruktion" ins wanken geriet durch die Bewegungen des Kaninchen.

Auch eine Möglichkeit des Verkaufsstand!
Auch eine Möglichkeit des Verkaufsstand!

 

 

 

Entweder zusammengepfercht in Boxen ohne Wasser und Futter....oder offen in Pastikboxen...... auch dieser Stand war von einem erwachsenen Verkäufer und teilweise ohne jede Aufsicht.

Die Fotos wurden nach dem Durchgang durch die Mitarbeiter des Veranstalters gemacht!

Es gab keinerlei Veränderung zu vorher!

Besonders interessant war für uns noch, dass sich eine junge Frau - nachdem der Rundgang durch die Mitarbeiter der Stadt beendet war (10 Uhr) - sich mit einem Wäschekorb voll Kaninchen- Babys in den Eingangsbereich setzte und wirklich penetrant jeden Besucher mit Kind ansprach um die Kinder an den Korb zu locken um die Tiere anzufassen.

 

Als die junge Mutter dann zur Mittagszeit nur noch ein einziges Kaninchen in ihrem Korb hatte, ging sie auch mit dem Preis runter. Eine Besucherin erzählte uns, dass sie mit ihrer 4-jährigen Tochter von ihr angesprochen wurde. Normalerweise würden die Kaninchen 5,- € kosten, sie kann es aber auch für 2,-€ bekommen. Soviel zum Wertverlust eines Tieres, wenn man vor hat direkt über den Maria- Geburtsmarkt laufen zu wollen und dieses letzte "Verkaufsobjekt" einfach über und störend ist.

 

Als wir unseren Stand dann abbauten konnten wir draußen beobachten, wie sie Besucher des Hobbymarktes ebenfalls penetrant ansprach um das Tier loszuwerden. Letztendlich fand sie auch eine Familie, die dann das Tier mitsamt Wäschekorb nahm.

 

Wir haben uns letztendlich nur noch gewundert, was hier alles möglich ist. Von Kontrollen durch den Veranstalter kann leider keine Rede sein. 

 

Wer gewitzt ist, wartet den Zeitpunkt des Rundgangs wegen der Standgebühr ab und platziert sich dann mit seinen Tieren irgendwo, da er absolut sicher sein kann, das keine weiteren Kontrollen erfolgen werden.

 

Abschließend würde uns interessieren, ob bei Verstößen gegen das Jugendschutz-oder Betäubungsmittelgesetz ebenfalls so "human" reagiert worden wäre.

 

 

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