Barneys Stand 10.08.2010

Barney seit dem 10.08.2010 bei uns
Barney seit dem 10.08.2010 bei uns

Als sich die Halterin mit der Bitte, Barney zu übernehmen an uns gewandt hat, klang alles sehr vernünftig. Der Partner des Tieres sei vor einiger Zeit verstorben und man möchte kein neues Tier, da die Tochter mittlerweile das Interesse an dem Tier verloren hat und sich kaum noch darum kümmert. Für die Übernahme wurde ein Termin abgesprochen.

Als ich dann das Tier zu Gesicht bekam, traf mich fast der Schlag....so einen Käfig hatte ich bislang noch nicht gesehen.

 

Ohne Worte
Ohne Worte
Der Käfigboden bestand nur aus durchnässtem Kot
Der Käfigboden bestand nur aus durchnässtem Kot

Ich kann nicht einschätzen, ob der Käfig jemals mit Wasser und Reinigungsmitteln in Berührung gekommen ist, zumindest habe ich 2 Flaschen Citro- Essenz und 2 Stunden Zeit benötigt, um den Käfig zu säubern.

 

Besonders bezeichnend war, dass das Wohnhaus sehr gepflegt und chic war, tolle Möbel, alles pikobello, Swimmingpool, schöner Garten und teurer Rassehund. Für das Meerschwein war jedoch nur ein kleiner Platz in einem Schuppen in dem es in seinen Exkrementen "leben" durfte.

 

Als ich den Überlassungsvertrag ausfüllte und die Übernahmegebühr von 10,- Euro ansprach kam sehr arrogant der Satz: "Aber reich kann man davon ja auch nicht werden!" Mir fehlten wirklich die Worte. Als dann die Frage kam, ob ich das Tier nun weiter verschenke, antwortete ich:"Nein, er wird kastriert und gegen eine Schutzgebühr von 30,- Euro vermittelt." Die Dame war sehr erstaunt, dass man soooooo viel Geld dafür nehmen kann, wo man die Tiere doch für 5 Euro auf jedem Tiermarkt kaufen kann. Meine Erklärung, dass die Motivation, ein Tier aus dem Tierschutz zu nehmen eine vollkommen andere ist, als - mal eben auf dem Markt oder im Laden eins zu kaufen- hat sie vermutlich weder nachvollziehen noch verstehen können.

 

Ich habe noch nie ein Meerschwein gesehen, dass es so genossen hat sich in einem sauberen Käfig überall ausstrecken zu können. Der kleine Mann konnte es scheinbar gar nicht fassen in angenehm duftenden Heu und sauberem Streu liegen zu dürfen. Leider scheint er auch nur sehr selten Gemüse und Obst bekommen zu haben, da er sich sehr gierig darauf stürzt als habe er Angst er bekäme nie wieder sowas.

...und so kann der selbe Käfig sauber aussehen
...und so kann der selbe Käfig sauber aussehen

Update 08.01.2011 

Auch Barneys Geschichte hat ein Happy End. Er hat nun einen tollen Job als Haremswächter und mit den Damen Hannah, Lola, Pauline, Fienchen und Beerchen wirklich ganz bezaubernde Freundinnen gefunden.