Fred und Fridolin Stand 15.11.2009

Die beiden kommen aus der selben Haltung wie Howard. Seine traurige Geschichte kann man unter "Howards Blog" nachlesen. Fred und Fridolin haben mehr Glück als er gehabt und warten bei uns auf ein liebevolles neues Zuhause. Sie sind beide gesund und haben sich mittlerweile soweit erholt das sie vermittelt werden können.

 

Derzeit sind beide noch recht verschüchtert, da sie nicht sehr viel menschlichen Kontakt hatten, ausser wenn ihnen Futter gebracht wurde.  Momentan arbeiten wir daran, die beiden Böcke erstmal an "ganz normale" Lebensbedingungen zu gewöhnen. Sowohl Tageslicht- als auch Zimmerbeleuchtung  machen beiden noch große Angst. Auch das regelmäßige handtieren in der Nähe des Käfigs finden sie ausgesprochen beängstigend. Leider scheint es beim vorherigen Besitzer Heu- DAS GRUNDNAHRUNGSMITTEL EINES MEERIS- nur sehr selten gegeben zu haben. Man hat das Gefühl dass es beide gar nicht fassen können, dass ihnen rund um die Uhr soooooo viel Heu zur Verfügung steht, egal ob zum kuscheln oder futtern. Sie tasten sich noch sehr sehr vorsichtig an das Heu was für sie wirklich nicht zum täglichen Brot gehörte bisher.

Auch Obst und Gemüse kennen sie weitestgehend gar nicht, bis auf Möhre und Apfel. Küchenabfälle wurden dann und wann mal gefüttert, aber es gab leider nie regelmäßig Frischfutter.

 

Fred und Fridolin
Fred und Fridolin

Update 13.01.2010:

Es hat sehr lange gedauert bis aus den verschüchterten und ängstlichen Meeris Fred und Fridolin "normale" Meerschweinchen geworden sind. Über zwei Monate hat es gedauert bis sie sich an artgerechtes Futter, Licht und Geräusche und vor allem an den Kontakt mit Menschen gewöhnt hatten.


In diesen beiden Monaten haben ihre Käfige mit den Rückseiten aneinander gestanden, so das die beiden sich sehen, hören und riechen konnten. Es war sehr rührend zu sehen wie sehr die beiden den Kontakt zueinander gesucht haben. Deswegen haben wir uns entschlossen eine Vergesellschaftung zu wagen. Bei zwei Böcken in ihrem Alter hätte das durchaus große Probleme geben können. Bei Fred und Fridolin nicht. Es gab keinerlei Rangeleien zwischen den beiden. Nur Fred war am Anfang etwas irritiert da Fridolin anscheinend eines der seltenen "Kuschelmeeris" ist. Normalerweise suchen Meerschweinchen nicht den engen Körperkontakt zu Artgenossen. Aber Fred hat sich schnell darauf eingestellt. Jetzt schlafen die beiden sogar in einer Heukiste obwohl ihnen zwei zur Verfügung stehen. Der Kontakt und das Verhalten untereinander ist wirklich außergewöhnlich freundlich und liebevoll für zwei Böcke.


Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen das diese beiden Freunde, die soviel gemeinsam durchgemacht haben, nicht mehr getrennt werden sollen.

 

Sie werden von uns nur gemeinsam vermittelt.

 

 

Update 03.04.2010:

Fred und Fridolin haben sich mittlerweile von zwei ängstlichen und verschüchterten Nottieren in zwei fröhliche und sehr zutrauliche Meerschweinchen verwandelt. Der Umgang mit den beiden macht mir sehr viel Freude. Die beiden geben den Spaß am Leben den sie wieder gefunden haben an "ihre" Menschen weiter.  

 

Update 27.08.2010:

Fred und Fridolin sind mittlerweile seit 10 Monaten in meiner Notstation und somit die "dienstältesten Bewohner"

Leider hat sich bislang immer noch niemand gefunden der diesen beiden lieben Meerschweinchen ein Zuhause geben will. Ich habe die zwei Freunde jetzt in meinen Wohnbereich ziehen lassen, damit sie ein wenig am "Familienleben" teilnehmen können. Da beide kerngesund sind, wollen wir sie nicht zu Rentnertieren befördern, sondern hoffen das wir doch noch liebe Gurkenschnippler für sie finden.

  

Update 28.09.2010

Die beiden Burschen sitzen nun seit fast einem Jahr in meiner Notstation. Leider gab es in letzter Zeit im Internet erhebliche Kritik über die Weise wie wir die beiden vermitteln wollten. Sie sollten gemeinsam und wegen ihrer Vorgeschichte unkastriert abgegeben werden. Da sie sich für 2 Böckchen wirklich ausergewöhnlich gut verstehen sind Fred und Fridolin eine absolute Ausnahmeerscheinung. Selbstverständlich sind wir uns der Problematik bei der Abgabe unkastrierter Böcke voll und ganz bewußt und hätten sie nur in eine Haltung gegeben in der eine weitere Vermehrung ausgeschlossen gewesen wäre.


Da wir nicht möchten das die beiden armen Wesen weiter als "Kritikpunkt" an unserem Verein benutzt werden, übernehme ich die zwei Freunde in Kürze in meine Privathaltung. Die Kosten für ihre Haltung werde ich vollständig aus meinen privaten Mitteln tragen ...... die beiden sind schließlich gesund und könnten eigentlich vermittelt werden. Aus diesem Grund wäre es nicht gerechtfertigt eine Patenschaft für die beiden auszuschreiben.

 

Klaus Albers